Foto: (c) Jörg SarbachWorpsweder Museumsverbund 

Lindenallee 5, 27726 Worpswede
Info-Telefon: +49(0)4792.1302

Öffnungszeiten nach der Wiedereröffnung 
Winter 2020/21 (bis 21. März 2021)
Di – So 11-17 Uhr, montags geschlossen

Parken:
Bergstraße, Worpswede (Großer Parkplatz)

Anreise:
aus Richtung Osterholz-Scharmbeck
Buslinie 640, Haltestelle: Worpswede, Insel

aus Richtung Bremen
Buslinie 670, Haltestelle: Worpswede, Hemberg

Die Große Kunstschau

Die Große Kunstschau Worpswede ist eines der vier Museen, die sich zum Worpsweder Museumsverbund zusammen geschlossen haben. Träger der Kunstschau ist die Kulturstiftung Landkreis Osterholz.

Die Große Kunstschau wurde im Juni 1927 parallel mit den Museen Böttcherstraße in Bremen eingeweiht. Die Entwürfe stammen von Bernhard Hoetger wie auch die für das Kaffee Worpswede (1924) und das sogenannte Logierhaus (1925). Zusammen bilden die drei Gebäude das Worpsweder Hoetger-Ensemble, das 1971 durch das Roseliusmuseum ergänzt wurde. Die Gebäude stehen auf einem von einem lichten Kiefernhain dominierten Freigelände, das sich zwischen Dorf-/Parkplatz Bergstraße, Lindenallee und Marcusheide erstreckt.

Die Sammlung der Kunstschau konzentriert sich fast ausnahmslos auf Worpsweder Kunst von der ersten Gründergeneration bis heute. Schwerpunkt sind die alten Worpsweder vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zu den Expressionisten der 1920er Jahre.

Die Große Kunstschau Worpswede befindet sich mitten in einem höchst spannenden Transformationsprozess, den wir als Förderer versuchen, so intensiv wie möglich zu begleiten.

Die Leitfrage dabei ist: Wie können wir aus Gestern und Heute ein Morgen machen? Jede Gesellschaft braucht den kritisch-reflektierenden Blick zurück in ihre Geschichte, um Zukunft verantwortungsvoll gestalten zu können. Diesem Anspruch kann sich auch ein Museum der Bildenden Kunst nicht verschließen.

Die Große Kunstschau will ein Ort des (geistvollen) Genusses und im günstigsten Fall des lustvollen Erkennens sein. Anders als beim Discounter oder vor dem Fernseher sind die Besucher*in in unserem Haus nicht als passiver Konsument oder selbstgenügsame Kundin gefragt. Die Kunstschau will ihren Besucher*innen nicht vorschreiben, was und wie sie zu sehen haben. Sie will stattdessen dazu einladen, den ausgestellten Werken Zeit zu geben, sie intensiv zu betrachten. Der im Haus gelebte inszenatorische Anspruch zielt darauf, mit Kunstwerken zu agieren und die Kraft jedes einzelnen Kunstwerks zu stärken.

Die Große Kunstschau wendet den Blick nicht eindimensional zurück auf die sogenannten Alten Worpsweder, also jene Künstler am Ausgang des 19. Jahrhunderts, die die Künstlerkolonie begründeten. Denn die Kunstschau versteht sich nicht als ein Lager toter Dinge, sondern als ein Ort für Zukunft, von dem aus eine Neuerzählung beginnen könnte.

Das Grundprinzip der Sammlungspräsentation wie auch der Wechselausstellungen ist der Dialog, also die Inszenierung von Begegnungen zwischen Kunstwerken und zwischen Kunstwerken und Besucher*innen.

Der zunehmenden Verrohung unserer Gesellschaft und der geführten öffentlichen Diskurse stellt sich die Große Kunstschau als ein Ort entgegen, an dem Fragiles noch erprobt werden kann, an dem auch leise Töne noch gehört werden können.

Ein solches Museum, ein solcher Transformationsprozess ist nicht leb- bzw- gestaltbar ohne einen starken Förderverein. Dieser Förderverein sind wir, die ›Gesellschaft für Kunst, Kultur und Wissenschaft‹, kurz: kukuwi.

Kaleidoskop Worpswede. Kunstwerk, Landschaft, Lebensort

Der künstlerische Leiter der Großen Kunstschau, Jörg van den Berg, führt in die Gemeinschaftsausstellung in den vier Worpsweder Museen und im Außenraum ein.  (Film, Ton und Schnitt: Jost Wischnewski
Herausgeber: Worpsweder Museumsverbund e.V.)